Wirtschaftlichkeit der Fleischschafhaltung im Schweizer Berggebiet

Die Schafhaltung kann einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft im Berggebiet leisten. Vor allem in Steillagen stellt die Beweidung mit Schafen eine Alternative zu anderen Formen der Grünlandnutzung dar. In den Jahren zwischen 2002 und 2012 wuchs der Schafbestand in der Schweiz um 1,9% auf über 420.000 Tiere (Stand 2012). Es ist jedoch unter den Betrieben mit Schafhaltung ein kontinuierlicher Strukturwandel zu beobachten. So ging die Anzahl schafhaltender Betriebe im selben Zeitraum um über 22% auf rund 9.700 Betriebe zurück.

Die Inlandproduktion von Lammfleisch liegt relativ konstant bei jährlich rund 4.100 Tonnen, während die Importe rund 5.700 Tonnen betragen. Grundsätzlich ist der Markt für Lammfleisch, als Hauptprodukt der Schafhaltung, in der Schweiz durch Zölle geschützt. Gleichzeitig gibt es aber Zollkontingente, die den Import von Edelstücken wie die Rückenpartie oder das Hinterviertel zu reduzierten Zolltarifen ermöglichen. Nicht zuletzt durch diesen Import von vergleichsweise günstigen und qualitativ hochwertigen Fleisch sind die Produzentenpreise in den letzten Jahren gesunken. Die Produktionskosten geraten daher in der Praxis immer stärker in den Fokus. Darüber hinaus wurde das Schweizer Direktzahlungssystem (WDZ)  reformiert, was zusätzlich eine Änderung der Rahmenbedingungen für schafhaltende Betriebe bedeutete.

Die Zielsetzung der durchgeführten Studie lag auf der Analyse der Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher typischer Schafbetriebe im Berggebiet und einer Abschätzung der Auswirkungen ausgewählter Einflussfaktoren auf die zukünftige Wirtschaftlichkeit mittels Monte-Carlo-Simulation.


Die Ergebnisse der Studie zur Wirtschaftlichkeit der Fleischschafhaltung im Schweizer Berggebiet wurden gemeinsam mit der Firma agriexpert in Brugg  international publiziert.